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Gerne berät und unterstützt Sie der Lehrgangsverantwortliche.
Kursdaten
Fremd- und Zweitsprachendidaktik
nächste Durchführung 2027
Migration und Interkulturalität
Samstag, 22. August 2026
Samstag, 12. September 2026
Samstag, 19. September 2026
Szenariobasierter Unterricht nach dem fide-Ansatz
Samstag, 6. Juni 2026
Samstag, 20. Juni 2026
Samstag, 4. Juli 2026
Samstag, 7. November 2026
Samstag, 21. November 2026
Samstag, 5. Dezember 2026
Unterrichtszeiten zum/zur fide-Zertifikat Sprachkursleiter/in
08.30 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 16.30 Uhr
Neben den Präsenzzeiten von 18 Stunden pro Modul müssen Sie mit einer Selbstlernzeit von ca. 40 Stunden rechnen. Sie erhalten vor den jeweiligen Modulstarts einen Vorbereitungsauftrag im Umfang von ca. 1-2 Stunden.
Ihre Investition dieser Weiterbildung
Fremd- und Zweitsprachendidaktik
CHF 690.00 inkl. Kopien und Kompetenznachweis
Migration und Interkulturalität
CHF 690.00 inkl. Kopien und Kompetenznachweis
Szenariobasierter Unterricht nach dem fide-Ansatz
CHF 690.00 inkl. Kopien und Kompetenznachweis
Reisespesen und Verpflegung gehen zu Lasten der Teilnehmenden.
Das Zertifikat „Sprachkursleiter/in im Integrationsbereich“ wird an Personen vergeben, welche über nachgewiesene Kompetenzen in der Planung, Durchführung und Auswertung eines qualitativ hochstehenden Zweitsprachenunterrichts verfügen und szenariobasierte Lernsequenzen nach den fide-Prinzipien gestalten können.
Zielpublikum der Ausbildung SVEB-Zertifikat Ausbilder/in
Der Lehrgang richtet sich an Berufsleute die Deutsch im Migrationsbereich unterrichten und dazu eine spezifische Zertifizierung benötigen. Sie möchten Ihren Unterricht im Rahmen der fide-Prinzipien unter Berücksichtigung interkulturellen Handelns vorbereiten, durchführen und auswerten.
Zulassungsbedingungen
Für alle Module werden Kompetenzen und Erfahrungen in der Bildungsarbeit mit Erwachsenen (z.B. SVEB-Zertifikat Ausbilder/in) gefordert sowie Kenntnisse der deutschen Sprache mindestens auf dem Niveau C1 gemäss Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER). Sie können zudem Dialekt verstehen.
Für das Modul Fremd- und Zweitsprachendidaktik muss eine Praxiserfahrung von mindestens 50 Stunden im Fremd- und/oder Zweitsprachenunterricht nachgewiesen (fremdbestätigt) werden.
Für das Modul Migration und Interkulturalität werden 50 Stunden nachgewiesene Praxiserfahrung im Praxisfeld mit Migrantinnen und Migranten verlangt.
Das Modul Szenariobasierter Unterricht nach dem fide-Ansatz verlangt nach einem Praxisnachweis im Zweitsprachenunterricht mit Migrantinnen und Migranten von mindestens 100 Stunden. Das Modul Fremd- und Zweitsprachendidaktik ist zwingend vorgängig zu absolvieren.
Ausbildungsinhalte der Weiterbildung
Bildungsarbeit mit Erwachsenen
Das Modul ist gleichwertig zum SVEB-Zertifikat Ausbilder/in und wird als eigenständiger Lehrgang angeboten und durchgeführt.
Fremd- und Zweitsprachendidaktik (FZD)
Das Modul Fremd- und Zweitsprachendidaktik richtet den Fokus auf den handlungsorientierten Fremd- und Zweitsprachenerwerb. Bedürfnisse, Ressourcen und der Sprachverwendungsbedarf der Zielgruppe soll erkannt und gezielt gefördert werden.
Kompetenzen
- Planungen für handlungsorientierte Lerneinheiten begründet anpassen oder erstellen,
- in der Planung von Lerneinheiten die Unterschiede zwischen Fremd- undZweitsprachenerwerb berücksichtigen,
- Sprach-Lernaktivitäten niveaugerecht, teilnehmendenorientiert, binnen-differenzierend und individualisierend planen und umsetzen,
- zur kommunikativen Handlungsfähigkeit in ihrer Lebenswelt befähigen,
- den Transfer des Gelernten fördern,
- das Vertrauen der Lernenden in die eigene Lernfähigkeit sowie die (jeweils) verfügbaren Ressourcen stärken und für den individuellen sowie gemeinsamen Lernprozess nutzbar machen,
- kommunikative Strategien sichtbar machen sowie gezielt und systematisch vermitteln,
- die Kompetenz der Lernenden fördern, ihren Lernprozess zu reflektieren, und dies für den Lernprozess nutzbar machen,
- digitale und analoge Lehr- und Lernmaterialien sowie Methoden zur Förderung verschiedener Sprachaktivitäten und der entsprechenden kommunikativen Sprachkompetenzen gezielt einsetzen sowie
- das didaktische Handeln nachvollziehbar und fundiert begründen.
Lerninhalte
- Aspekte und Verfahren der Sprachförderung (Teilnehmendenorientierung, Binnendifferenzierung, Individualisierung, Autonomisierung, Transferorientierung)
- Handlungsorientierter und kommunikativer Ansatz
- Unterschiede zwischen Fremd- und Zweitsprachenerwerb
- Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen (GeR) und dessen Begleitband sowie das schweizerische Rahmencurriculum für die sprachliche Förderung von Migrantinnen und Migranten
- Sprachlernbiografie, Ressourcenorientierung im Hinblick auf den handlungsorientierten Spracherwerb
- Kooperative Lernformen zur Förderung von kommunikativem Sprachhandeln
- Lehrmittelanalyse
- Analoge und digitale Lehr- und Lernmaterialien/-medien zur Förderung der sprachlichen Handlungskompetenz
- Zielgruppengerechte Reflexionsmethoden
- Systematische Förderung von kommunikativen Strategien
Verfahren und Instrumente zur Sprachstandserfassung sowie zur Formulierung von Rückmeldungen zu sprachlichen Kompetenzen und Entwicklungspotenzialen
Kompetenznachweis
Der Kompetenznachweis für dieses Modul besteht aus einer Aufgabe zur Planung und methodisch-didaktischen Begründung einer Lerneinheit für Zweitsprachenlernende, welche nach den Prinzipien des Unterrichts zur sprachlichen Förderung von Migrantinnen und Migranten gestaltet ist.
Sie erhalten am ersten Kurstag detaillierte Informationen und Angaben zum Kompetenznachweis und den zu erfüllenden Kriterien.
Migration und Interkulturalität (MI)
Das Modul Migration und Interkulturalität bietet Gelegenheit, die eigenen inter- und transkulturellen Kompetenzen differenziert zu reflektieren, um den Integrationsprozess erwachsener Migrantinnen und Migranten unter Berücksichtigung ihrer soziokulturellen Prägung und Identität zu begleiten und ihre Handlungsfähigkeit im schweizerischen Alltag nachhaltig zu stärken.
Kompetenzen
- die eigene inter- und transkulturelle Kompetenz differenziert reflektieren,
- aus der Reflexion situations- und rollengerechte Handlungsalternativen ableiten,
- aus der Reflexion von inter- und transkulturell prägnanten Situationen Konsequenzen für das eigene Handeln und die (Weiter-)Entwicklung der praxisrelevanten inter- und transkulturellen Kompetenz ableiten,
- das aktuelle Integrationsmodell der Schweiz (IAS) und das strukturelle Umfeld für die Reflexion der Praxis berücksichtigen,
- Praxissituationen im Hinblick auf die Relevanz und Entwicklung von inter- und transkulturellen Kompetenzen konkret und differenziert beschreiben,
- unterschiedliche Auffassungen und Praktiken von Kommunikation und Interaktion sowie das daraus resultierende Verhalten und die entsprechen-den Ressourcen erkennen und für die Interaktion mit Einzelnen und/oder Gruppen in der Praxis nutzen,
- situationsbezogene Hypothesen zu soziokulturellen Prägungen der Beteiligten formulieren sowie theoretisch fundiert begründen und kritisch überprüfen sowie
- das Bewusstsein der Beteiligten für ihre inter-/transkulturellen Kompetenzen und Ressourcen fördern.
Lerninhalte
- Migrationsgründe und exemplarische Migrationsbiografien
- Aktuelles Integrationsmodell in der Schweiz
- Strukturelles Umfeld: wichtige Institutionen und Organisationen (auf der Ebene der Gemeinde, des Kantons und des Bundes), die für die Zielgruppe von Bedeutung sind; Hintergründe der Migration sowie rechtliche und soziale Situation von Migrantinnen und Migranten; Ansprechstellen für externe Beratung und Fachintervention
- Praxisrelevante lebensweltliche Rahmenbedingungen (z.B. rechtliche, soziale, …) der Migrantinnen und Migranten
- Theoretische Ansätze, Modelle zu Kultur und Identität, soziokultureller Prägung, etc.
- Vorurteile, Stereotype und Ethnozentrismus
- Unterschiedliche Lehr- und Lern- bzw. Interaktionsverständnisse
- Förderung der inter- und transkulturellen Kompetenz
- Inter- und transkulturelle Handlungskompetenz im Lehr- und Lernkontext
- Kritische Selbstreflexion der eigenen Haltung und/oder Rolle im Lehr- und Lernkontext im Integrationsbereich
- Verstehen durch Perspektivenwechsel/Ambiguitätstoleranz
- Umgang mit Konflikten
Kompetenznachweis
Der Kompetenznachweis für dieses Modul besteht aus einer schriftlichen Beschreibung, Analyse und Reflexion einer herausfordernden Praxissituation, in der die Autor/in, mit anderen Beteiligten interagiert.
Sie erhalten am ersten Kurstag detaillierte Informationen und Angaben zum Kompetenznachweis und den zu erfüllenden Kriterien.
Szenariobasierter Unterricht nach dem fide-Ansatz (SBU)
Das Modul Szenariobasierter Unterricht nach den fide-Ansatz vermittelt die Grundprinzipien sowie die didaktischen Standards bei der Planung, Umsetzung und Evaluation nach fide.
Kompetenzen
- Lerneinheiten gemeinsam mit den Lernenden planen, gestalten und evaluieren,
- szenariobasierte Lerneinheiten als kontinuierlichen ko-konstruktiven Zyklus aus Zielsetzung, Planung, Umsetzung, Dokumentation und Auswertung gestalten,
- die praxisbezogene Anwendung der im Unterricht erarbeiteten sprachlichen Mittel in lebensweltbezogenen Kommunikationssituationen ermöglichen,
- Lehrmaterialien szenariogerecht und teilnehmendenorientiert anpassen oder entwickeln,
- Lernende unterstützen, die Zielsprache in allen Modi (rezeptiv, produktiv, interaktiv, mediativ) im Hinblick auf ihre konkreten Lebenswelten anzuwenden,
- Lernende ermutigen, bei Bedarf auf Brückensprachen zurückzugreifen, um ihr Kommunikationsziel zu verwirklichen,
- das Prinzip der Binnendifferenzierung bei der Planung und Gestaltung der Lerneinheiten berücksichtigen,
- die Feedback- und Beurteilungskultur im Lehr- und Lernprozess ermöglichen und fördern sowie Rückmeldungen bei der weiteren Gestaltung der Lerneinheiten berücksichtigen,
- die Lernenden beim Anlegen einer Lerndokumentation, die nachhaltiges Lernen ermöglicht, unterstützen,
- die Lernenden dabei unterstützen, individuelle Lernstrategien zu identifizieren, zu entwickeln und diese nachhaltig zu nutzen sowie
- Planung und Gestaltung der Lerneinheit reflektieren, Erkenntnisse formulieren und Konsequenzen für alternative Vorgehensweisen ableiten.
Lerninhalte
- Prinzipien und Standards von fide
- Umgang mit den didaktischen Ressourcen auf dem fide-Webportal
- Sammeln, Anpassen und Entwickeln von analogen und digitalen Materialien für den szenariobasierten Unterricht
- Szenario-Didaktik nach dem fide-Ansatz im Kontext des handlungsorientierten Ansatzes
- Instrumente und Methoden zum Erheben von Lernbedürfnissen einzelner Lernender und/ oder der Lerngruppe
- Binnendifferenzierung in der Szenariodidaktik nach dem fide-Ansatz
- Modi der Sprachverwendung (rezeptiv, produktiv, interaktiv, mediativ) gemäss dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GeR) und dessen Begleitband
- Stellenwert und mögliche Formen der analogen und digitalen Lerndokumentation im Hinblick auf nachhaltiges Lernen
- Förderung von Lern-, Kommunikations- und Handlungsstrategien
- Integration der lokalen Umgangssprache in der Förderung von Sprach-kompetenzen
- Verschiedene Beurteilungsanlässe und Evaluationsformen (Selbst-, Peer-, Fremdevaluation; kriterien- resp. indikatorenbasierte Beurteilung etc.) auf der Grundlage von Szenarien
- Umgang mit Rahmenbedingungen und/oder Vorgaben der Institution oder des Kursformats (z.B. Einschränkung der Handlungsfelder, lehrwerk-basierter Unterricht, …)
- Sensibilisierung im Hinblick auf die Grundkompetenzen Alltagsmathematik sowie Informations- und Kommunikationstechnologien, welche für die Bewältigung eines Szenarios notwendig sind
Kompetenznachweis
Der Kompetenznachweis für dieses Modul besteht aus der Planung, Durchführung und Evaluation einer szenariobasierten Lerneinheit. Diese bezieht sich auf eine bestimmte Kursgruppe.
Sie erhalten am ersten Kurstag detaillierte Informationen und Angaben zum Kompetenznachweis und den zu erfüllenden Kriterien.
Bestehenskriterien pro Modul
Das Modulattest erhalten Sie, wenn Sie folgende Bedingungen erfüllt haben:
- Eine aktive Teilnahme an den Präsenzveranstaltungen (mind. 90% Anwesenheitspflicht)
- Ein mit „erfüllt“ bewerteter Kompetenznachweis
Abschluss zum fide-Zertifikat Sprachkursleiterin im Integrationsbereich
Nach erfolgreichem Abschluss aller Module können Sie bei der Geschäftsstelle fide das fide-Zertifikat Sprachkursleiter/-in im Integrationsbereich beantragen.
Die Zertifizierungsbedingungen fide-Zertifikat Sprachkursleiter/in im Integrationsbereich sind wie folgt:
- Modulattest „Bildungsarbeit mit Erwachsenen“ (SVEB-Zertifikat Ausbilder/in)
- Modulattest „Fremd- und Zweitsprachendidaktik“
- Modulattest „Migration und Interkulturalität“
- Modulattest „Szenariobasierter Unterricht nach dem fide-Ansatz“
- Nachweis der erforderlichen Praxis in der Bildungsarbeit mit Erwachsenen über mindestens zwei Jahre im Umfang von wenigstens 150 Stunden
Sprachkursleitende mit einem SVEB-Zertifikat Ausbilder/in müssen nur die 100 Stunden Zweitsprachenunterricht im Integrationsbereich nachweisen.
Weiterführende Aus- und Weiterbildungen
Mit dem eidg. Fachausweis Ausbilder/in oder auch mit der Weiterbildung zum/zur Job-Coach/in Arbeitsintegration können Sie Ihre Kompetenzen und Fähigkeiten gezielt erweitern.