Leben im Zeitalter der Dauerkrise - Warum so viele Menschen das Gefühl haben, die Welt gerät außer Kontrolle
Baslerstrasse 30a
4600 Olten
Pandemie, Krieg, Inflation, Klimakrise, digitale Überforderung, geopolitische Spannungen – viele Menschen erleben die Gegenwart als eine Zeit permanenter Unsicherheit. Das Gefühl, dass eine Krise die nächste ablöst, prägt zunehmend Alltag, Politik und gesellschaftliche Stimmung. Gleichzeitig wächst bei vielen die Angst vor Kontrollverlust und einer unübersichtlichen Zukunft.
Der Kurs beschäftigt sich mit der Frage, warum moderne Gesellschaften heute oft als besonders krisenhaft wahrgenommen werden. Haben Krisen tatsächlich zugenommen – oder verändert sich vor allem unsere Wahrnehmung durch permanente digitale Informationsströme? Weshalb erzeugen soziale Medien und Nachrichtenzyklen häufig das Gefühl dauernder Alarmbereitschaft? Und warum reagieren Menschen auf Unsicherheit zunehmend mit Rückzug, Wut oder Polarisierung?
Am ersten Abend analysiert der Kurs die großen Krisenerfahrungen der letzten Jahre: Pandemie, Ukrainekrieg, Inflation, Energiekrise, globale Machtverschiebungen und digitale Überforderung. Dabei wird auch untersucht, wie Medien, Politik und soziale Netzwerke Krisengefühle verstärken oder emotionalisieren können.
Der zweite Abend widmet sich den gesellschaftlichen Folgen: Angst, Erschöpfung, Vertrauensverlust und politische Polarisierung. Warum sehnen sich viele Menschen heute stärker nach Sicherheit, Orientierung und einfachen Antworten? Welche psychologischen und gesellschaftlichen Mechanismen wirken in Zeiten permanenter Unsicherheit? Und wie kann gesellschaftliche Stabilität unter Bedingungen ständiger Krisen dennoch erhalten bleiben?
| Kurs-Nr. | Datum | Tag | Dauer | Preis |
|---|---|---|---|---|
| 264-7055 | 04.11.2026 | Mittwoch |
Mi ab 04.11.2026 2x Mi 18:00 – 20:00 |
CHF 90.– |